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… sind zwei sehr unterschiedliche Dinge und werden zumeist von den so genannten “Gläubigen” verwechselt. Während die Religion ein Relikt aus längst vergangener Zeit ist, sollte der Glaube ein fester Bestandteil der Gedankenwelt jedes einzelnen Menschen sein. Klingt jetzt vielleicht etwas widersprüchlich, ist es aber nicht.

Religion

… ist ein relativ festes Konstrukt mit allerlei Regeln und Gesetzen. Zur Religion gehören auch die altbekannten Strukturen wie Kirchen, Feiertage und sogar Gesetze. Alles basiert auf reiner Überlieferung und der Annahme, gewisse geschichtliche Ereignisse oder Zusammenhänge wären mit göttlichen Taten in Einklang zu bringen. Dabei geben sich gerade die drei monotheistischen Weltreligionen die wenigste Mühe, was die Authensität oder Glaubwürdigkeit der Geschichten angeht. Ein wichtiger Grundsatz aller Religionen ist das strickte Verbot des Hinterfragens dieser. Hinzu kommt dann noch die absolute Nulltoleranz gegenüber anderen Religionen. Hierfür gibt es zwar auch bessere Beispiele, gerade im fernen Osten, aber diese haben, wie die großen Drei, ebenso andere Nachteile.

Historisch entstanden sind die Religionen, egal ob Ein- oder Vielgötter, wahrscheinlich aus dem Unvermögen des Menschen, was die Erklärung bestimmter Naturphänomene und Ereignisse angeht. Ein Blitz musste eben etwas göttliches sein in einer Zeit, die noch keine Elektrizität kannte. Ein Erdbeben ohne den Hauch einer Ahnung von Plattentektonik zu erklären ist auch sehr schwierig. Mal ganz abgesehen von den Wundern des Universums, die wir noch nicht kennen. Man kann also sagen, dass dieses Gott- oder Götterbild zum erklären der Welt nötig war. An diese Stelle ist allerdings in den letzten Jahre die Wissenschaft getreten und diese macht die Religion zu einem Großteil überflüssig. Der nicht erklärbare Rest führt uns zum Glaube.

Glaube

… ist das Wissen, oder richtiger die Annahme, einer höheren Macht, die erschafft, zerstört, lenkt und gestaltet. Soweit ich weiß, hat sich diese aber noch keinem Menschen offenbart. Warum auch? Sie Bedarf keiner Regeln, Kirchen oder Gebete. Wozu auch? Und es wäre Blasphemie zu behaupten ihren Namen, die Geschichte und erst Recht ihre Absichten zu kennen. Jeder kann sich ganz alleine sein eigenes Bild dieser Macht machen und sich so in mehr oder weniger guter Obhut wähnen. Wenn man Halt oder Hilfe braucht, dann kann man sich jederzeit an sie wenden ohne irgendwelche Dogmen beachten zu müssen. Denn eine solche Macht, die den Begriff oder Namen Gott verdient, wäre ein omnipotentes und omnipresentes Wesen (oder eben mehrere), welches ausserhalb unseres wahrnehmbaren, vierdimensionalen Raumes existiert und handelt. Zum Beispiel bezeichnet der Physiker Burkhardt Heim in seinem 12 dimensionalem Weltbild alles oberhalb der 8ten Dimension scherzhaft als GAB, Gott allein bekannt. Demzufolge sind auch Eklärungsversuche mit dem heutigen, allgemeinen Kenntnisstand reine Zeitverschwendung und man kann lediglich auf eine Selbstoffenbarung der Macht hoffen.

Schlussfolgerung

Es besteht also eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich alle Religionen irren und daraus resultiert bei der jeweiligen eigenen peniblen Auslegung, immerhin gibt es wichtige Leitbücher, Schriften und Gebote, dass selbst der religöseste Mensch sein Leben lang sehr viel, wenn nicht gar alles, falsch gemacht hat, zumindest im religiösen Bereich. Dies erkennt er freilich erst, wenn er seinem Schöpfer, der Macht oder wie auch immer man die Entität(en) nennen möchte, gegenüber steht und erleuchtet wird. Und mal ganz ehrlich und Hand aufs Herz, wirklich glauben tun doch die wenigsten. Die meisten sind einfach nur zu bequem, oder nicht in der Lage, zu hinterfragen. Und wenn man jetzt noch berücksichtigt wieviele Konflikte aufgrund unterschiedlicher Religionen, also Mutmaßungen über die höhere Macht, entstanden sind, blutig verlaufen sind und zum Teil heute noch geführt werden, dann bleibt als logischer Schluss die Abschaffung jeglicher Religion und die Akzeptanz eines Glaubens der frei von allen Mustern sein muss.

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DYLAN THOMAS

(Übersetzung Curt Meyer-Clasons):

Geh nicht gelassen in die gute Nacht,
Brenn, Alter, rase, wenn die Dämmerung lauert;
Im Sterbelicht sei doppelt zornentfacht.

Weil keinen Funken je ihr Wort erbracht,
Weise – gewiss, dass Dunkel rechtens dauert-,
Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

Wer seines schwachen Tuns rühmt künftige Pracht
Im Sinken, hätt nur grünes Blühn gedauert,
Im Sterbelicht bist doppelt zornentfacht.

Wer jagt und preist der fliehenden Sonne Macht
Und lernt zu spät, dass er nur sie betrauert,
Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

Wer todesnah erkennt im blinden Schacht,
Das Auge blind noch blitzt und froh erschauert,
Im Sterbelicht ist doppelt zornentfacht.

Und du mein Vater dort auf der Todeswacht,
Fluch segne mich, von Tränenwut vermauert.
Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Im Sterbelicht ist doppelt zornentfacht.